Samstag, 3. Oktober 2015

Premiere in Belarus

Jetzt war ich in den letzten eineinhalb Jahrzehnten im Rahmen meines Berufs im Fußball schon in zahlreichen Ländern der ehemaligen UdSSR und mit Ausnahme der Ukraine waren die Reisen fast immer von Erfolg gekrönt, Stichwort Russland (3:0 mit Rapid gegen Kazan, 1:0 mit Rapid gegen Lok Moskau), Georgien (3:0 mit Rapid gegen Dila Gori), Aserbaidschan (4:1 mit dem ÖFB-Team) und zudem haben mir auch die Destinationen Kasachstan, sowie das gesamte Baltikum recht gut gefallen!



Nun durfte ich ein neues Land kennenlernen, denn im Rahmen der UEFA Europa League ging es am 30. September von Wien-Schwechat nach Minsk zum Gastspiel beim FC Dinamo. Aufgrund eines fehlenden Kategorie-4-Stadions fand das Match in Baryssau (Borisov) in der Heimstätte von BATE statt, die am Tag vor unserer Ankunft in der Champions-League sensationell mit 3:2 an gleicher Stelle gegen AS Roma gewinnen konnten. Die Italiener lösten wir sozusagen auch im Teamhotel, dem "Beijing", ab. Minsk (samt Flughafen) ist übrigens eine unerwartet moderne und fast steril saubere Stadt. Das Hotel war riesig, viele andere Gäste allerdings verschlug es nicht in unser Kurzzeit-Domizil. Wen wundert´s, den das Prozedere um ein Visum zu bekommen, ist ausgesprochen kompliziert und führte auch bei unserer Reisegruppe zu manch unerwarteter Wartezeit, sowohl bei Ein- und auch Ausreise. Bei Letzterer war überhaupt die Liste einer ganzen Gruppe, ausgerechnet jener, die die Medienreise gebucht hatte, verschollen, aber löste sich schließlich alles in Wohlgefallen auf.





Wie auch das sportliche Geschehen. In der recht schönen Borisov-Arena (Fassungsvermögen rund 15.000 Zuschauer) gewann Rapid mit 1:0 und konnte so den erst zweiten Auswärtssieg in einer europäischen Gruppenphase einfahren. Das Tor von Kapitän und Veteran Steffen Hofmann darf man getrost in die Kategorie "Traumhaft" einordnen. Organisatorisch lief alles top, erfreulich auch, dass ich eine "alte" Kollegin vom weißrussischen Verband wieder traf, was die Zusammenarbeit naturgemäß noch einmal erleichterte. Gewöhnungsbedürftig hingegen, dass rund um die Partie, die erst um 22.05 Uhr Ortszeit begann, auf einem benachbarten Militärgelände geübt und sehr scharf geschossen wurde. Die Panzer dürften im Einsatz gewesen sein, eine Geräuschkulisse, die bei mir eine Gänsehaut der unerwünschten Art verursachte......








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