Wunderbares Buch von Heinz Strunk. Gilt nicht als Roman, sondern als Erzählung oder wie im Klappentext bezeichnet als ""Erinnerungsbuch aus dem Schattenreich der Tanzmusik: ohne Drogen, ohne Sex, stattdessen mit den größten Hits der 70er, 80er und 90er-Jahre".
"Fleisch ist mein Gemüse" ist mit dem Untertitel "Eine Landjugend mit Musik" versehen. Der Autor führt uns durch sein Leben - umfassend die Zeitspanne von 1985 - 1997. Strunk´s Periode von 23 bis 35 Jahren. In dieser Zeit spielte er (zumindest im Buche) als Saxophonist bei der Tanzkapelle "Tiffanys" (ohne "die" oder "den" davor, darauf legt er Wert!), die durch Zeltfeste, Dorffeiern und Hochzeitsabende in der bundesdeutschen Provinz tingeln.
Eine wunderschöne Zeitreise, die einem auf fast jeder Seite ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Mit seinen knapp 250 Seiten ist die Erzählung (leider) rasch an einem gemütlichen Abend durchgelesen.
Montag, 2. April 2012
Freitag, 30. März 2012
Tschick
Hymnisch von der Kritik gefeiert ist dieser Roman des deutschen Schriftstellers Wolfgang Herrndorf. In der Tat ist "Tschick" ein erfrischendes und humorvolles Werk. Ein Österreicher denkt bei "Tschick" natürlich an eine Zigarette, hier ist aber der Spitzname des Co-Helden der Geschichte, des 14jährigen Russen Andrej Tschichatschow, gemeint. Der macht sich gemeinsam mit dem gleichaltrigen "Langeweiler" Maik Klingenberg, der noch dazu unglücklich, weil von der Angebetenen unwissend, verliebt ist, mit einem gestohlenen Lada auf eine amüsante und teils zu groteske Reise durch Deutschland.
Ein höchst kurzweiliges Vergnügen, aber nichts desto trotz kein außergewöhnliches Werk. Der Nachfolgeroman des Herrn Herrndorf mit dem Titel "Sand" steht trotzdem schon im Regal.
Donnerstag, 29. März 2012
Kühtai
Wunderbarer Kurzurlaub rund um das Rapid-Auswärtsspiel in Innsbruck. Das 1:2 beim FC Wacker ist wohl der einzige Negativpunkt in rund vier Tagen Tirol-Aufenthalt.
Der Ort Kühtai, rund 35 Kilometer entfernt von der Landeshauptstadt, ist Österreichs höchster Skiort (2.020 Meter) und bietet auf rund 40 Pistenkilometer für ein verlängertes Wochenende herrliches Skivergnügen. Wetter war grenzgenial, bis auf den Sonntag, an dem ich allerdings ohnehin gegen Mittag Richtung Tivoli-Stadion fuhr, ausnahmslos Kaiserwetter. Anreise nahmen wir am Freitag (23.3.) Abends vor (Ankunft gegen 22.30 Uhr), zurück ging es (leider) dann am Dienstagnachmittag.
Grandioses Quartier (man schaue nur auf die Homepage der Alpine Lodges Kühtai, in der "Nebensaison" auch bezahlbar. Tolles Appartement (48 Quadratmeter) mit herrlicher Sonnenterrasse gen Süden.
Positive Überraschung auch die Liftpreise, um 32 Euro ist die Tageskarte erhältlich und perfekt zu dieser Zeit die Vormittagskarte, die keine 20 Euro bis 12.30 Uhr kostet. Erfreut hat auch die Gastronomie, sowohl die Hütten (Drei-Seen-Hütte und Kaiser Maximilian) ok, zweitere mit toller Küche zu vernünftigen Preisen. Ebenso im "Tal" der Dorfstadl, direkt vor unserer Haustür mit sensationeller Küche (sowohl geschmacklich als auch preislich)!
Wirklich negativ aber: Es gibt nur einen Gemischtwarenhändler, der absolut unverschämte Preispolitik betreibt. Beispiele: 1 Dose Bier kostet 2,9, ein halber Liter Tiroler Alm immer noch 2,5 Euro.
Ansonsten aber eine ganz heiße Reisempfehlung!
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