Dienstag, 5. Mai 2026

Young Mungo

Vor knapp vier Jahren begeisterte mich die Lektüre des Romans "Shuggie Bain", für den der 1976 geborene schottische Autor Douglas Stuart den "Booker Prize" des Corona Jahres 2020 erhalten hatte. Dieses autobiographisch angehauchte Werk war sein Debüt und der Nachfolgeroman "Young Mungo", der mir nun im beruflich mal wieder turbulenten Frühling 2026 willkommene Abwechslung bereitete, erinnert sehr an das fantastische Vorgängerbuch.




Abermals ist die Handlung in der Heimat des Schriftstellers, dem (sehr) rauen Teil von Glasgow, angesiedelt. Die viel zu junge (dreifache) Mutter des schwulen Titelhelden erschüttert bei der Lektüre ebenso wie die höchst toxische Allgemeinlage im schottischen Elend der wohl frühen 1990-er-Jahre. Schwerster Alkoholismus, genug andere Drogensüchte, Arbeitslosigkeit und soziale Verrohung verhindern eine trotzdem schöne Liebesgeschichte zweier Außenseiter nur teilweise. 

Mich haben die etwas mehr als 400 Seiten allenfälls ähnlich beeindruckt hinterlassen wie das hoch dekorierte Erstlingswerk und ich bin schon sehr gespannt, was in Zukunft noch aus der Feder von Mister Stuart in die Buchform zu lesen sein wird.  Und ach ja, Fußball in Form von brutalen Kämpfen zwischen den "Fans" von Celtic und den Rangers, streng zugeordnet noch nach den katholischen Grün-Weißen und den protestantischen Blauen und nicht nur an Tagen des "Old Firm", ist auch immer wieder Thema rund um "Young Mungo" und vor allem die Bande dessen älteren Bruders Hamish......

Mehr zum Buch beispielsweise hier:
FM4
taz
Berliner Zeitung