Mittwoch, 7. März 2018

Emiratische Werbung

Eines muss man den mir eher unsympathischen Vereinen lassen - die Werbungen sind teilweise richtig gut - watch Fly Emirates:








Samstag, 24. Februar 2018

Unterwerfung

Der Franzose Michel Houellebecq sorgt seit rund zwei Jahrzehnten mit seinen Romanen regelmäßig für Aufsehen. An mir ging der Schriftsteller bislang lesetechnisch vorbei, aber wollte ich mich schon länger einmal einem Werk von ihm widmen. So traf es sich gut, dass vor einiger Zeit sein aktuelles Buch "Unterwerfung" (erschienen am 7. Jänner 2015) als Geschenk auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher landete.



Am Tag des Erscheinen dieses Romans, im Original mit dem Titel "Soumission", kam es in Paris zu einem Anschlag auf das Satire Magazin "Charlie Hebdo", das Houellebecq in der damaligen Ausgabe am Cover präsentierte. Mehrere Tote hatte der Anschlag zur Folge, Hintergrund des Terroraktes war die islamistisch-extremistische Al-Qaida. "Unterwerfung" hat seine Handlung im Jahr 2022 angesiedelt, Frankreich wird nach Wahlen eine islamische Republik, in der die Scharia eingeführt, Polygamie legitimiert und das laizistische System ausgesetzt wird. Der Roman ist (zumindest in der Übersetzung) hervorragend formuliert und bietet eine interessante Story, die allerdings für mich zu unvermittelt endet. Warum die Aufregung gar so groß war, erschließt sich mir auch nach der Lektüre nicht, schließlich ist es lediglich ein fiktionales Werk.

Eine echte Rezension ist beispielsweise auf der Website der FAZ nachzulesen.

Freitag, 23. Februar 2018

Savoy Blues

Ein Nachtrag aus dem vergangenen Jahr: "Savoy Blues" ist der Debüt-Krimi des bis dahin vor allem als Drehbuchautor tätigen Friedrich Dönhoff aus dem Jahr 2008. Erschienen im Schweizer Diogenes Verlag ist dieses feine Werk der Auftakt von einer (Stand 2018) bislang vierteiligen Reihe über den jungen Hamburger Hauptkommissar Sebastian Fink.



Die Story ist außerordentlich gelungen, führt zurück bis in die Zeit des Nazi-Regimes, denen (u.a.) der Swing (daher der Titel "Savoy Blues" nach einem Song von Louis Armstrong) ein Dorn im Auge war. Alles beginnt mit dem scheinbar völlig unspektakulären Mord an einen Pensionisten, aber als dann ein DJ, der in hohem Alter mit einer Cover-Remix-Version von "Savoy Blues" auch noch dran glauben muss, kommt der Fall so richtig ins Laufen. Tolles Debüt mit vielen Einblicken in die Heimatstadt des Großneffen der legendären ZEIT-Chefredakteurin Marion Gräfin Dönhoff!

Übrigens, die weiteren "Fälle" des jungen Hauptkommissars Fink folgten 2010 ("Der englische Tänzer"), 2014 ("Seeluft") und 2017 ("Heimliche Herrscher") und ich neige sehr stark dazu, mir diese auch zuzulegen um den stetig wachsenden Stapel der ungelesenen Bücher weiter wachsen zu lassen.