Sonntag, 28. Dezember 2014

Krippenstein & Hallstatt

Unerwarteter Kurztrip Dank einer Weihnachtsüberraschung ins Salzkammergut! Ziel war am Stefanitag für knappe drei Tage der Krippenstein, im Schatten des höchsten Berges von Oberösterreich, dem Dachstein!





Das Wetter meinte es zumindest ein paar Stunden gut mit uns, der Sonnenaufgang am Samstag (Tagwache 6.45 Uhr) gehört zu den schönsten Augenblicken dieses Jahres. Umwerfendes Panorama in einer wunderschönen Winterlandschaft. Die Region am Krippenstein bietet normalerweise - so habe ich mir sagen lassen - nicht nur eine elf Kilometer lange reguläre Abfahrt, sondern auch vier verschiedene Varianten-Abfahrten. Aber, der ungewöhnlich milde Winter, der bis Weihnachten regierte, verhinderte bis zu unserem Abreisetag den Skibetrieb. Was soll´s, man soll ja flexibel sein. Daher erstmals in meinem Leben eine Schneeschuhwanderung versucht und ein wunderbares Erlebnis genossen! Von unserem Quartier, der "Lodge" an der Bergstation Krippenstein auf etwas mehr als 2.000 Meter über dem Meer, ging es über das Heilbronner Kreuz (steht dort zum Gedenken an eine fürchterliche Katastrophe, bei der in den 1950er-Jahren mehr als eine Schulgruppe erfroren ist...) durch eine karge, aber schöne Landschaft, auf die etwas mehr als 300 Meter tiefer gelegene Gjaid Alm. Dort, nach - inklusive Fotopausen - rund drei Stunden Wanderung, Einkehr und die Erkenntnis, dass die Zeit stehen bleiben kann, denn in dieser Alm ist wohl seit den 1970er-Jahren kaum etwas verändert worden. Hat einen gewissen Charme, aber wirkt doch sehr lieblos. Auch die Bergstation der Seilbahn verströmt einen eigenen Flair, hat etwas von Shining......








Das Quartier - die sogenannte Lodge - ist im Vergleich dazu top-modern. Zwar recht einfach gehalten, aber absolut zweckmässig. Dazu sehr nette, junge Besitzer und engagiertes Personal, das vornehmlich aus Tschechien (oder der Slowakei) zu kommen scheint. Einziger Nachteil, beim Essen wird im Express-Tempo serviert, das Salatbüffet ist bereits während der ersten Bissen an der Hauptspeise schon wieder Geschichte. Auch mal was Neues! Trotzdem eine schöne und willkommene Abwechslung und wenn das Wetter alle drei Tage so gewesen wäre wie in den Morgenstunden des Samstags, wäre es wohl ein echter Traum-Kurzurlaub geworden.

Auf der Rückreise dann noch ein Zwischenstopp in Hallstatt und damit in einer Riege mit ein paar Dutzend chinesischer Touristen, die zumindest an diesem Sonntag den Löwenanteil der im Freien anwesenden Personen bildeten. Hallstatt ist einen Besuch ebenso wert wie der nur wenige Kilometer entfernte Steegwirt (bei Bad Goisern), bei dem es seit über 400 Jahren Speis und Trank gibt. Mittlerweile mit einer Haube ausgezeichnet, kann man dort wunderbare Hausmannskost genießen und sollte man sich das auf alle Fälle einmal gegönnt haben - vor allem das "Bradl" und das nur in der Region erhältliche naturtrübe Hallstatt Bier!






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