Freitag, 8. Januar 2016

Wir sind nicht wir

Roman-Debüt des US-amerikanischen Schriftstellers Matthew Thomas. Und was für eines - fast 900 Seiten eine starke Familiengeschichte mit einer irischstämmigen Hauptprotagonisten, deren Gatte, Typ zerstreuter Professor, bereits mit Anfang 50 an Alzheimer erkrankt.



Manchmal trotzdem lustig zu lesen, prinzipiell aber deprimierend, wenn auch auf sehr hohem Niveau. Zehn Jahre soll der 1975 geborene Autor an "Wir sind nicht wir" ("We are not ourselves" im Original an dem im Jahr 2014 erschienen Werk gearbeitet haben. Die Zeit um die Feiertage war perfekt, um diesen Wälzer in wenigen Tagen zu lesen und sich an diesem schönen Geschenk eines Freundes, der mich wieder mal einen mir bis dahin völlig unbekannten Autor entdecken ließ, zu erfreuen. 

Eine echte Rezension zum Buch gibt es beispielsweise auf der Website des SPIEGEL 

Dienstag, 5. Januar 2016

Meine persönlichen Top-5-Bücher aus dem Jahr 2015

Ein Jahr ist wieder förmlich vorbeigeflogen und wenigstens bin ich in den zwei Urlaubswochen im Juni und September in Griechenland so richtig viel zum Lesen gekommen, auch wenn vor allem zwischen Mitte September und 20. Dezember die Lektüre des immer mehr wachsenden Stapel der ungelesenen Bücher viel zu kurz kam!



Trotzdem hier meine Top-5 aus zumindest 27 gelesenen und großteils wirklich genossenen Romanen, viele davon waren Geschenke, aber meine "Pappenheimer" kennen schon meinen Geschmack, scheint mir Jahr für Jahr mehr.

In alphabetic order (als 2015 zählt für mich alles, was ich in diesem Jahr erstmals gelesen habe, unabhängig vom tatsächlichen Erscheinungstermin):

EGGERS, Dave - Der Circle

EXTENCE Gavin - Das unerhörte Leben des Alex Woods

GLAVINIC, Thomas - Das größere Wunder

KAISER, Vea - Markarionissi oder Die Insel der Seligen

UHLMANN, Thees - Sophia, der Tod und ich

Montag, 4. Januar 2016

Sophia, der Tod und ich

Das war mal wieder ein richtig schönes Weihnachtsgeschenk. Thees Uhlmann kannte ich bislang lediglich als Sänger der Band TOMTE (schon länger) und Solokünstler (seit knapp zwei Jahren), vor allem Dank der wunderbaren Liebeserklärung an den FC St. Pauli mit dem Titel "Das hier ist Fußball" (sowohl mit Band als auch solo) und dem herrlichen Song mit großem Wien-Bezug, "Zerschmettert in Stücke (im Frieden der Nacht)" - angelehnt an die Inschrift des Flakturms in Mariahilf, der Heimat des "Haus des Meeres".



Nun ging er auch unter die Romanciers und sein Debüt ist ein Buch, das man wohl einfach mögen muss. So wunderbar verrückt, skurril und durchaus auch romantisch, ein echtes Lesevergnügen auf knapp 320 Seiten, das (vor allem zwischen den Feiertagen) viel zu rasch vergeht. Und kurzzeitig wird einem sogar der Tod, der zeitweilig als Herr Morton de Sarg mit dem Ich-Erzähler sowie dessen Ex-Freundin Sophia und Frau Mama einen einigermaßen verrückten und absurden Trip antritt, regelrecht sympathisch. Auch wenn er am Ende seine Pflicht zu tun hat, der Tod. Aber das macht er "schönschönschön" und "tolltolltoll" - und ich hoffe auf einen Nachfolge-Roman - aber hurtig!

Eine echte Rezension gibt es z.B. bei SPIEGEL online

Und hier musikalische Kostproben von Thees Uhlmann, der mir heuer im Juni sogar beim berüchtigten Wiener Donauinselfest eine richtig schöne Zeit beschert hat mit seinem Auftritt: