Samstag, 5. September 2020

Nullnummer

 Es ist der letzte Roman, den der italienische Universalgelehrte Umberto Eco veröffentlicht hat - "Nullnummer", erschienen ein Jahr vor dem Tode des 1932 im Piemont geborenen Eco, der zurecht Anfang der 1980er Jahre durch seinen großartigen Roman "Der Name der Rose" ("Il nome della rosa"), phantastisch verfilmt mit Sean Connery und Helmut Qualtinger (ein Film, den ich auch als DVD aufbewahrt habe!) weltberühmt wurde.

Ich habe seinen Weltbesteller 2005 mit großer Begeisterung gelesen, war dann vier Jahre später vom Nachfolger "Das Foucaultsche Pendel" (erschienen 1988 als "Il pendolo di Foucault") bitter enttäuscht, weil wohl etwas zu wenig gebildet dafür. "Nullnummer" ist ein dünnes Büchlein - im Original mit dem schönen Titel "Numero Zero" und gilt als Medien- und Politiksatire vor allem im Bezug auf Boulevardjournalismus. So gut und vielversprechend der Klappentext auch klingen mag, kommt auf den nur etwas mehr als 200 Seiten für mich nicht genug rüber. Die Zeitung "Domani" (erst neulich habe ich gelesen, dass nun tatsächlich eine gleichen Namens in Italien auf den Markt kommt), die nie erscheinen soll, steht im Mittelpunkt der Handlung, einer der dafür angestellten Journalisten kommt mit seinen tatsächlichen Recherchen einem handfesten Skandal zu nahe und bezahlt dafür mit dem Leben. 

Ganz kann ich also der harten Rezension von Ingeborg Sperl vom Oktober 2015 im STANDARD nicht widersprechen. 

Freitag, 4. September 2020

Duma Key - Wahn

 2008 ist dieser Wälzer vom "King of Horror",  in deutscher Sprache mit dem Titel "Wahn", im Original - wie meistens besser klingend - als "Duma Key", erschienen. Mein bereits dritter Roman von Stephen King im komischen Corona-Jahr 2020, der wohl 29. seit 1995, wenn ich das alles korrekt aufgezeichnet habe.

Rund 900 Seiten stark ist die Geschichte, die in Florida, auf "Duma Key", wohin sich der ehemalige Bauunternehmer Edgar Freemantle nach einem schweren Unfall, der ihm u.a. einen Arm gekostet hat, zurückgezogen hat. Bei weitem nicht das beste Buch des US-Schriftstellers, aber wie eigentlich immer ein Pageturner, bei dem man gar nicht aufhören will zu lesen. Im "Wahn" entwickelt der Held der Geschichte ungeahnte malerische Fähigkeiten und schafft ein künstlerisch hochwertiges Gemälde nach dem anderen, allerdings sind die Bilder alles andere als ungefährlich. 

Mehr zum Buch u.a. auf der Homepage des Spiegel! 

Dienstag, 1. September 2020

Die Maske

Da ich schändlicherweise noch nie einen Roman des wohl bekanntesten japanischen Autors Haruki Murakami gelesen habe (was ich schon lange vor habe, da in der "Zweitwohnung" meines Wissens ein halbes Dutzend Bücher des Bestseller-Romanciers aus Nippon stehen) und generell in Sachen Literatur aus Nippon jungfräulich bin, war es fast eine Verpflichtung, als mir eine liebe Freundin neulich das Buch "Die Maske" von Murakamis Landsmann Fuminori Nakamura ans Herz und sprichwörtlich in die Hand legte, dieses auch rasch zu lesen.




Zumal erschienen in meinem Lieblingsverlag Diogenes und eine sehr vielversprechende Handlung versprechend. Nun ja, interessant war die Story um den bösen Kuki-Klan, in dem der jeweils jüngste Sohn zum Geschwür erzogen wird, der nur Unheil in die Welt bringen soll, durchaus. Nur so richtig fesseln konnten mich die rund 350 Seiten nicht wirklich. Möglicherweise wurde der Lesegenuss aber auch durch einen böse schmerzenden Weisheitszahn zu stark beeinträchtigt. 

Für eine echte Rezension empfehle ich diesen Artikel auf der Website der FAZ.