Freitag, 18. Juli 2025

Nur nachts ist es hell

Im Frühsommer vor drei Jahren begeisterte mich der Roman "Über Carl reden wir morgen" von der in Linz geborenen Autorin Judith W. Taschler regelrecht. Die Familiengeschichte der Bruggers, zum großen Teil im oberösterreichischen Mühlviertel angesiedelt, hat mich damals in den Bann gezogen.




Umso mehr freute ich mich, als ich erfuhr, dass es unter dem Titel "Nur nachts ist es hell" quasi eine Fortsetzung gibt, die im Frühjahr diesen Jahres abermals im Zsolnay-Verlag erschien. Es geht daher wieder um die Familie Brugger, dieses Mal in Briefform niedergeschrieben aus der Sicht von Elisabeth Brugger (später Tichy) an ihre Nichte. Elisabeth, die Ärztin, eine Pionierin, absolvierte sie ihr Studium doch zwischen den beiden großen Kriegen. 

Abermals gelingt der Autorin ein fesselnder Roman, der mit seinen rund 320 Seiten fast zu schmal ist (was als Kompliment aufzufassen ist, bitteschön!)! Mich hat dieses Nachfolgewerk nicht ganz so begeistert wie "Über Carl reden wir morgen", aber es gibt von mir definitiv eine ganz klare Leseempfehlung! 

Mehr zu "Nur nachts ist es hell" findet man u.a. hier:


Sonntag, 6. Juli 2025

Zum zweiten Mal Freistadt

Wie schon im Juli 2024 ging es (auch für mich) heuer wieder ins Sommertrainingslager ins wunderbare Hotel Freigold in der schönen oberösterreichischen Kleinstadt Freistadt im Mühlviertel.

Aufgrund einer familiären Verpflichtung kam ich mit einem Tag Verspätung dazu, alles lief nahezu perfekt, leider war es mir (abermals) nicht möglich, die diversen Wellness-Einrichtungen des Hotels zu begutachten, zu viel los war mal wieder, aber das soll auch so sein!

Richtig leiwand war das große öffentliche Training Mitte der Woche, zu dem mehrere hundert Fans pilgerten - ein echtes Spektakel im sonst so beschaulichen Ort mit der letzten Braucommune des Landes. Längere Interviews für unser Rapid TV durfte ich mit Präsident Alexander Wrabetz, unserem GF Sport Markus Katzer und vor allem Neo-Coach Peter Stöger führen, Ausschnitte davon waren u.a. auch im ORF zu sehen.

Zum Abschluss gab es auf der Rückreise ein Testspiel in Hausmening bei Amstetten, 120 Minuten gegen MSK Zilina, meine Aufgabe war u.a. der Kommentar für den Livestream - ganz schön anstrengend, trotzdem lustig und erleichternd die Kurzzeit-Co-Kommentatoren Momo Oswald, Steffen Hofmann & Matti Seidl. Weniger lustig, dass dreimal der Starkstrom ausfiel und damit auch der Livestream unterbrochen wurde. 





















Sonntag, 22. Juni 2025

Der Stich der Biene

Eines ist fix! Dieser Roman landet zum kommenden Jahreswechsel unter meinen "Tops der gelesenen Romanen anno 2025". "Der Stich der Biene" von Paul Murray hat mich über fast 700 Seiten weg gefesselt und bestens unterhalten! 

Aufmerksam geworden bin ich auf das Werk des 1975 in Dublin geborenen Autors durch irgendeine Rezension und die Tatsache, dass es auf der Short List des "Booker Prize" stand. Und was zum "Irish Book of the Year 2023" (in dem Jahr erschien der Roman unter dem Originaltitel "The Bee Sting") gekürt wird, kann eigentlich nur gut bis sehr gut sein. Genauso ist es auch aus meiner Sicht!




"Der Stich der Biene", seit heuer auch als Taschenbuch im "Kunstmann-Verlag" erhältlich, erzählt die Geschichte der Familie Barnes, die vom übernommenen Autohandel des Patriarchen prinzipiell sehr gut in einer irischen Kleinstadt leben. Doch die Finanzkrise ändert alles: Papa Dickie, Mutter Imelda (eine lokale Schönheit, die vor der Trauung am Tag der Hochzeit von einer Biene gestochen wurde) und die Nachkommen PJ (Sohnemann im Alter von zwölf Lenzen) sowie Cassie (Teenager-Mädel mit einer ziemlich ungesunden besten Freundschaft) starten in eine familiäre (und finanzielle) Abwärtsspirale. 

Die Kapitel dieses wunderbaren Romans werden in jeweils sehr eigenem Stil aus Sicht dieser vier Barnes geschrieben, bei jenen aus der Sicht von der eher schlichten Imelda verzichtet der Autor auf jegliche Interpunktion, was erstaunlicherweise lediglich die ersten paar Seiten ungewohnt ist. Auf alle Fälle von mir gilt: Mit Punkt, Beistrich und Ausrufezeichen eine klare Buchempfehlung!

"Der Stich der Biene" ist übrigens der bereits vierte Roman von Paul Murray, alle Vorgänger wurden ebenfalls in deutscher Version aufgelegt, als gedrucktes Buch erhältlich ist allerdings (derzeit?) nur Werk Nummer 3, der 2016 erschiene Roman "Der gute Banker" - und dies als Hardcover, scheint damals ein Ladenhüter gewesen zu sein! Klingt aber auch interessant! 

Mehr zu "Der Stich der Biene" u.a. hier:
Blog Buch-Haltung - taz