Ein Weihnachtsfeiertag ist meist geeignet, um gemütlich zu lesen. Mehr oder weniger zufällig fiel mir der "Thriller" mit dem Namen "Passagier 23" von Sebastian Fitzek in die Hände und da der Plot gar nicht uninteressant klang, wurde das Buch meine Feiertagslektüre.
Der deutsche Vielschreiber kann eines definitiv, nämlich Page-Turner verfassen, auch wenn die Story von Seite zu Seite haarsträubender und abstruser wird. Schauplatz ist ein Kreuzfahrtschiff und zur Handlung ist nicht viel mehr zu sagen, als dass diese sicher eine gute Vorlage für einen 08/15-Hollywood-Thriller mit viel Blut und Schreckmomenten bietet. Wer sowas mag ist gut bedient und außerdem bleibt angenehm, dass der Roman ohne viel Nachdenken und ohne jeglichen Anspruch an wohlformulierte Sätze an einem freien Tag locker durchgelesen ist. Obwohl bei uns im Hause auf dem Stapel der ungelesenen Bücher noch mehrere Werke des Bestseller-Autors, der gefühlt die Hälfte des Jahres mit einem seiner Outputs die Belletristik-Rangliste in Deutschland anführt, herumliegen, wird es ein wenig dauern, bis ich mich an ein weiteres wage. Wohl wieder einmal an einem Feiertag, der entweder einen Katastrophenfilm via Flimmerkiste oder eben einen schnell gelesenen Thriller sinnvoll macht.
Auf der Website des Autors gibt es mehr zu diesem Buch und dessen weitere derzeit rund 15 Romane, die Fitzek seit 2006 allesamt höchst erfolgreich publiziert hat.
Sonntag, 31. Dezember 2017
Freitag, 29. Dezember 2017
Im Meer schwimmen Krokodile
Nachdem ich vorletztes Jahr das großartige (und erschütternde) Buch "Bilal" von Fabrizio Gatti gelesen habe, bekam ich ein Werk von dessen Landsmann Fabio Geda mit dem Titel "Im Meer schwimmen Krokodile" empfohlen.
Auch dieses Buch ist ein äußerst berührendes Werk. Auf nur knapp 200 Seiten schreibt der 1972 geborene Turiner Fabio Geda, selbst Lehrer, die wahre Geschichte des Enaiatollah Aktabi nieder. Diese beginnt, als "Enaiat", wie er meist genannt wird, als rund zehnjähriger Bub von seiner Mutter aus Angst vor den Taliban aus der Heimat Afghanistan zu einem entfernten Verwandten nach Pakistan gebracht wird. Von da an schlägt sich der wahrliche Held des Buches mit vielen Rückschlagen über den Iran, die Türkei und Griechenland bis nach Italien durch, wo er schlussendlich nach einer über fünfjährigen Flucht eine neue Heimat findet.
Das Buch ist beklemmend, macht aber auch Hoffnung, da Enaiat auch durch Hilfe guter Menschen die Flucht überlebt. Es sollte (so wie das bereits vor einem Jahrzehnt erschienene Bilal) eine Pflichtlektüre in Schulen, aber auch für jene Menschen, die für "Flüchtlingspolitik" verantwortlich zeichnen, eingeführt werden. Zumindest hielte ich dies für eine gute Idee.
"Im Meer schwimmen Krokodile" wurde in deutscher Sprache bereits 2011 veröffentlicht, der Held des Buches erzählte dem Autor seine Geschichte insgesamt über einen Zeitraum von neun Monaten. Knapp nach dem 21. Geburtstag von Enaiat (der kennt seinen Geburtstag zwar nicht einmal, aber es wurde einer festgelegt) erschien das Werk in Italien!
Auch dieses Buch ist ein äußerst berührendes Werk. Auf nur knapp 200 Seiten schreibt der 1972 geborene Turiner Fabio Geda, selbst Lehrer, die wahre Geschichte des Enaiatollah Aktabi nieder. Diese beginnt, als "Enaiat", wie er meist genannt wird, als rund zehnjähriger Bub von seiner Mutter aus Angst vor den Taliban aus der Heimat Afghanistan zu einem entfernten Verwandten nach Pakistan gebracht wird. Von da an schlägt sich der wahrliche Held des Buches mit vielen Rückschlagen über den Iran, die Türkei und Griechenland bis nach Italien durch, wo er schlussendlich nach einer über fünfjährigen Flucht eine neue Heimat findet.
Das Buch ist beklemmend, macht aber auch Hoffnung, da Enaiat auch durch Hilfe guter Menschen die Flucht überlebt. Es sollte (so wie das bereits vor einem Jahrzehnt erschienene Bilal) eine Pflichtlektüre in Schulen, aber auch für jene Menschen, die für "Flüchtlingspolitik" verantwortlich zeichnen, eingeführt werden. Zumindest hielte ich dies für eine gute Idee.
"Im Meer schwimmen Krokodile" wurde in deutscher Sprache bereits 2011 veröffentlicht, der Held des Buches erzählte dem Autor seine Geschichte insgesamt über einen Zeitraum von neun Monaten. Knapp nach dem 21. Geburtstag von Enaiat (der kennt seinen Geburtstag zwar nicht einmal, aber es wurde einer festgelegt) erschien das Werk in Italien!
Samstag, 23. Dezember 2017
Ein ganzes Leben
Was für ein schönes Buch! Der österreichische Autor (und Schauspieler) Robert Seethaler zaubert auf nicht einmal 200 Seiten die Lebensgeschichte des (fiktiven) Andreas Egger, der sein hartes und karges Dasein als verpöntes uneheliches Kind am Hof seines Onkels, der ihn regelmässig verprügelt, beginnt.
Der später als Arbeiter bei diversen Seilbahn-Errichtungen seinen Unterhalt verdienende Egger, der noch dazu körperlich gehandicapt ist, ist alles andere als auf die Butterseite gefallen. So verliert er auch durch ein Unglück seine große Liebe, die Kellnerin Marie, die von einer Lawine begraben wird. Es ist ein trauriges und doch auch hoffnungsfrohes Buch, das einfach wunderbar zu lesen ist.
Echte Rezensionen zu "Ein ganzes Leben":
Der Spiegel
Falter
Die ZEIT
Der später als Arbeiter bei diversen Seilbahn-Errichtungen seinen Unterhalt verdienende Egger, der noch dazu körperlich gehandicapt ist, ist alles andere als auf die Butterseite gefallen. So verliert er auch durch ein Unglück seine große Liebe, die Kellnerin Marie, die von einer Lawine begraben wird. Es ist ein trauriges und doch auch hoffnungsfrohes Buch, das einfach wunderbar zu lesen ist.
Echte Rezensionen zu "Ein ganzes Leben":
Der Spiegel
Falter
Die ZEIT
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