Samstag, 15. August 2020

Im Schatten des Berges

Endlich habe ich es geschafft, die Fortsetzung von "Shantaram" von Gregory David Roberts zu lesen. Kurz zu "Shantaram" (Mann des Friedens) - dieses Buch hat mich anno 2011 wirklich fasziniert, mit über 1.100 Seiten ein Mammutwerk, bei dem ich trotzdem bedauert habe, dass es nicht länger war! 

Damals fand ich nur ein paar dürre Zeilen hier in meinem Blog - etwas mehr dazu gibt es in einem Artikel aus 2008 auf der Website des Spiegel! Aber nun zum 2016 in deutscher Sprache veröffentlichten Nachfolger "Im Schatten des Berges" (im Original "The Mountain Shadow"). 




Wieder ein echter "Ziegel", etwas mehr als 990 Seiten Geschichten rund um "Shantaram", der sich in Mumbai (Bombay) kurz und einfach auch Lin nennt. Er steht weiter im Dienste eines örtlichen Mafia-Clans, umgibt sich mit allerhand skurriler Gestalten und die große Liebe gibt es auch noch - die findet sich schließlich - soviel darf man ja verraten - im Schatten des Berges wieder! Abermals ein schönes, ein tolles Buch, dieses Mal auch - wenn mich die Erinnerung nicht trügt - etwas philosophischer als beim autobiographischen Vorgänger-Roman. 

Hier gibt es eine etwas umfangreichere Inhaltsangabe, ich bin allenfalls der Meinung, man sollte beide Bücher von Gregory David Roberts, einst Häftling in seiner Heimat Australien und geflüchtet nach Indien,  gelesen haben!

Übrigens, "Shantaram" sollte mit Johnny Depp in der Hauptrolle verfilmt werden, daraus wurde nix, aber kommendes Jahr soll auf Apple TV "Shantaram" als Serie veröffentlicht werden, man darf gespannt sein! 

Freitag, 14. August 2020

Das Gewicht der Worte

Seit gefühlt eineinhalb Jahrzehnten liegt der Welt-Bestseller "Nachtzug nach Lissabon" von Pascal Mercier auf meinem Stapel der ungelesenen Bücher. Das tut er nach wie vor und wird es wohl noch etwas länger tun. Zum letzten Geburtstag bekam ich nämlich vom belesensten Kommentator der Sky-Redaktion den Roman "Das Gewicht der Worte", verfasst natürlich ebenfalls von Peter Bieri, so der bürgerliche Name des Schweizer Autors!



Dabei liefert der 1944 in Bern geborene Schriftsteller eine wirklich gute Geschichte rund um den Übersetzer Simon Leyland, dessen größter Traum es ist, alles Sprachen, die rund um das Mittelmeer beheimatet sind, zu beherrschen. Leyland hat eine - wie sich herausstellen soll - falsche medizinische Diagnose erhalten, der Tumor in seinem Kopf war nie da, die Röntgenbilder wurden vertauscht. Leyland begann aber bereits ein "neues" Leben und geht nun selbst unter die Schriftsteller. Und ist Pendler zwischen London (er ist ein großer Fan der Tube) und seiner zweiten Heimat Triest, wo er den Verlag seiner verstorbenen Frau übernommen, aber aufgrund der Diagnose bereits verkauft hat. 

Über fast 600 dichtest beschriebene Seiten begleitet die Leserschaft diese oft wirklich schönen Geschichten, nur werden sie meist mehrfach in verschiedenen Worten wiederholt und neigt Mercier (zumindest in diesem Roman, andere kenne ich nicht) zu nahezu lähmenden Ausschweifungen. Ein Bestseller gelang ihm allerdings trotzdem, wenn man die Buch-Charts der letzten Wochen im Auge hat. 

Ich verweise hiermit auf gewichtiger Rezension: Die ZEIT - Der SPIEGEL - Süddeutsche Zeitung

Sonntag, 9. August 2020

Die Gesänge der Verlierer

Anno 2009 hat mich der Roman "Nach Hause schwimmen" vom Schweizer Schriftsteller Rolf Lappert restlos begeistert. Ich weiß nicht mehr genau, wie ich seinerzeit zu diesem Buch gekommen bin, vermute aber stark, es war ein (grandioses) Geschenk. Ein Roman als hätte ihn John Irving in seiner Glanzzeit geschrieben, so habe ich ihn in Erinnerung. Mehr dazu auf der Website der FAZ! Nicht umsonst erhielt er dafür den Schweizer Buchpreis und stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreis (damals gewann "Der Turm" von Uwe Tellkamp)




Hoch war daher meine Erwartung für den zweiten Roman, den ich nach elf Jahren Pause von Lappert in Angriff nahm. Dieser lag schon ewig im Stapel der ungelesenen Bücher und trägt den schönen Titel "Die Gesänge der Verlierer". Ganz konnte das bereits 1995 erschienene Buch des weit gereisten Eidgenossen (Lappert lebte später übrigens fast ein Jahrzehnt in Irland) meine hohen Erwartungen nicht erfüllen, obwohl der "Plot" wirklich vielversprechend wäre. Ein englischer Rockband-Manager macht sich auf den Weg in die USA um seinen Bandleader retour zu holen, der ist einfach abgehauen, obwohl der große Durchbruch für die Kombo unmittelbar bevorzustehen scheint. 

Es wird schließlich ein Road-Trip mit Manager Tyler, grundsätzlich lesenswert, aber das ganz große Momentum hat zumindest mir einfach gefehlt. Eine umfangreichere Inhaltsangabe und Bewertung habe ich auf diesem Blog gefunden!