Sonntag, 2. Oktober 2022

Apeirogon

1999 war ich vom Roman "Der Himmel unter der Stadt", geschrieben vom 1965 in Dublin geborenen Schriftsteller Colum McCann, grenzenlos begeistert. Warum es zehn Jahre dauerte bis ich wieder ein Buch des Iren gelesen habe, weiß ich nicht. 2009 folgte "Der Tänzer" (erschienen bereits 2003), eine recht lesenswerte Geschichte rund um den legendären Rudolf Nurejew, die aber für mich nicht an den überragenden NewYork-Roman, der im Original unter dem Titel "The Side of Brightness" anno 1998 erschien.



Nun dauerte es fast eineinhalb Jahrzehnte, bis ich wieder einen Roman des ehemaligen Journalisten in Angriff nahm. Und der begeisterte mich mindestens so wie "Der Himmel unter der Stadt"! 2020 sowohl auf Deutsch als auch im Original unter dem Titel "Apeirogon" erschienen und auf wahren Gegebenheiten basierend, Hauptprotagonisten sind ein Israeli und ein Palästinenser, die sich trotz tragischster Familiengeschichten für den Frieden engagieren. 1000 Kapitel, oft nur wenige Zeilen kurz, fasst dieser für mich unfassbar gelungene Roman, den ich in nur zwei Tagen unter der griechischen Sonne wahrlich genossen habe. Ich würde ihn sehr gerne noch einmal zum ersten Mal lesen, auch wenn nicht alle Kritiker meine Meinung teilen. Mir waren die rund 600 Seiten allenfalls zu wenig, ich hätte gerne noch mal soviele davon gelesen! 

Aber hier zu echten Rezensionen: Süddeutsche Zeitung - Frankfurter Rundschau - Ö1 - Deutschlandfunk Kultur

Montag, 26. September 2022

Metropol

Im Frühjahr 2021 begeisterte mich der Roman "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge. Dem im Jahr 2011 erschienen Bestseller folgte acht Jahre später "Metropol". In diesem Buch, zeitlich vor dem Vorgänger-Roman angesiedelt, führt der Autor die Leserschaft in die Sowjetunion der 1930er-Jahre, Charlotte und Wilhelm Powileit firmieren hier unter dem Deck-Nachnamen "Germaine". 




Titelgebend ist ein legendäres Moskauer Hotel, das "Metropol" war scheinbar jahrelang ein Sammelpunkt von Agenten (und -innen) aller Art. Irgendwie hat mich die Geschichte nicht wirklich gepackt, nicht einmal die letzten rund 100 Seiten, die ich bereits im September-Urlaub auf der wunderbaren griechischen Insel Astypalea genießen durfte. 

Mehr zum Buch zB hier:

Freitag, 2. September 2022

Das Versprechen

Neben dem Booker Prize Gewinner 2020 (der großartige Roman "Shuggie Bain" von Douglas Stuart) landete im April auch jener des Jahres 2021 auf meinem Geburtstags-Gabentisch! "Das Versprechen", geschrieben vom südafrikanischen Autor Damon Galgut, der es bereits 2005 und 2010 auf die Shortlist dieses bedeutenden Literaturpreises geschafft hat!



Erschienen ist das Werk eben im Vorjahr unter dem Original-Titel "The Promise" (also mal keine unnötige deutsche Titelinterpretation) und auf knapp 370 Seiten lässt der Autor die Leserschaft tief in die Historie seines Heimatlandes eintauchen. Obwohl ich den Roman unter besten Rahmenbedingungen - mal wieder im Zuge eines Griechenland-Urlaubs - lesen konnte, packte mich die Story weniger als erwartet, wiewohl sie interessante Einblicke über drei Jahrzehnte der südafrikanischen Geschichte bietet. 

Die Lektüre lohnt sich auf alle Fälle und mehr zum Roman findet man u.a. hier:

Der STANDARD - Tagesspiegel - NDR