Dienstag, 11. Juni 2024

Juni-Traum an der kroatischen Riviera

Einmal nicht Griechenland im Mai/Juni meinte die Gattin irgendwann im April. Kroatien wäre doch wieder mal fein und es sollte es tatsächlich sein.

Von 1. - 10. Juni verbrachten wir tolle Tage rund 350 Höhenmeter über dem bekannten Touristenort Mošcenička Draga. Am sogenannten "Meeresberg" fanden wir in der Ansiedlung Sveti Anton (also eigentlich Sankt Anton) ein herrliches Quartier mit sehr netten Gastgebern. Im sogenannten "Lofti", einem Steinhaus mit zwei Stockwerken (je rund 40 Quadratmeter) fühlten wir uns pudelwohl, ein riesiger Garten und ein Gemeinschaftspool rundeten das Ambiente perfekt ab. Der Pool gehört uns meist alleine (wenn wir denn da waren), zudem nutzen wir einen echten Holzkohlengrill zweimal für üpigge Abendessen.

Abenteuerlich war die erste Auffahrt zum Haus, rund fünf Kilometer auf einer extrem schmalen Straße mit vielen Serpentinen, aber auch daran gewöhnt man sich sehr rasch. Vorteilhaft zudem, dass direkt vom Haus Wanderungen möglich waren, dreimal machten wir uns auf den Weg zu wunderschönen (und ausgiebigen sowie anstrengenden) Hikes über zehn bis zwölf Kilometer (und bis zu fast 800 Höhenmetern). In den Tagen dazwischen stand ein wenig Sightseeing (u.a. in Lovran oder Moscenice) am Programm bzw. ruhige Lesetage am Pool! Die Zeit ging auf alle Fälle sehr rasch dahin, am Abreisetag machte uns Starkregen den Abschied allerdings etwas leichter. 

Bilder sagen mal wieder mehr als Worte:






















Sonntag, 9. Juni 2024

Der neunte Arm des Oktopus

OK, einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und der Klappentext klingt ja auch ganz rasant und ein "SPIEGEL-Bestseller" war der "Thriller" auch. Warum es geht: Den vom deutschen Milliardär Dirk Rossmann verfassten Roman "Der neunte Arm des Oktopus". 

Meine Erwartungen waren jetzt nicht rasend hoch, für ein paar nette Lesestunden sollte dieser knapp 400 Seiten dicke Text schon reichen. 






Tatsächlich habe ich einen Pageturner erwischt. Aber der Grund ist einfach, dass die Story so hanebüchen und teilweise zum Fremdschämen ist (nicht nur die Glorifizierung der real existierenden Personen Vladimir Putin und Gerhard Schröder), macht einfach Lust weiterzulesen, welches Niveau noch unterschritten wird. Naja, es gibt also auch vergeudete Lesezeit, aber mitreden kann ich jetzt bei über einen "Thriller"-Bestseller. Es gibt mittlerweile schon zwei Fortsetzungen, die Lektüre nur eines weiteren Teils wage ich allerdings mit mind. einhundertprozentiger Gewissheit auszuschließen! 

Mehr zu "Der neunte Arm des Oktopus": 
Süddeutsche Zeitung
TAZ



Sonntag, 2. Juni 2024

Der letzte Auster

Ende der 1990-er und zu Beginn der 2000-er-Jahre habe ich begeistert einige Roman des großen US-Autors Paul Auster teilweise regelrecht verschlungen. Nach 23 (!) Jahren Pause war es wieder einmal soweit, der Grund eigentlich tragisch. Der 1947 geborene Schriftsteller starb nämlich am 30. April in New York, somit auch für mich ein Zeichen einen der drei auf dem "Stapel der ungelesenen Bücher" harrenden Romane des Großmeisters in Angriff zu nehmen.




Die Wahl fiel auf "Baumgartner", sein letztes Werk, das im Jahr 2023 publiziert wurde. Ich bekam es vor einigen Monaten von einem lieben Freund als Geschenk, der warnte mich schon damals vor, dass es wohl ein Abschiedsbuch von Mr. Auster sein würde. "Baumgartner" ist ein schmaler Roman, schon bei den ersten Seiten der durchaus bewegenden Lektüre wurde auch mir klar, dass der Autor damit Abschied nehmen wird. Da ich selbst inklusive "Baumgartner" lediglich sieben Romane von Paul Auster gelesen habe, stehen mir zumindest noch einige "Erstbegegnungen" mit anderen Büchern des renommierten US-Amerikaners, von dem mich ganz besonders "Mond über Manhattan" und "Timbuktu" begeistert haben, bevor. 

Zu "Baumgartner" gibt es u.a. hier mehr zu lesen:
NZZ