Sonntag, 15. Juli 2018

Alte Freunde

Nächster Streich des von mir geschätzten Autors John Niven! Mit "Alte Freunde" veröffentlichte der gebürtige Schotte (1966) seinen bereits siebenten Roman seit 2008! Erschienen 2017 im Original unter dem Titel "No Good Deed" und in deutscher Sprache wie schon gewohnt bei "Heyne Hard Core".



Wie alle Vorgänger von mir sehr rasch und mit Freude gelesen, in dem Fall innerhalb von zwei Tagen im Juni im Rahmen des traditionellen Griechenland-Urlaubs. Zwei alte Schulfreunde treffen sich nach drei Jahrzehnten wieder, aus dem Rockstar Craig wurde ein Obdachloser, aus dem damaligen Mitläufer Alan ein erfolgreicher Autor. Schon bald kehren sich die Rollen schön langsam wieder um. Kurzweilig, wenn auch kein absoluter Knaller. Aber ich lese die Bücher des ehemaligen Managers aus dem Musik-Business einfach sehr gerne! Sprich, ich habe die Lektüre aller bisherigen Romane genossen, die da wären:

Kill Your Friends
Gott bewahre
Coma
Das Gebot der Rache
Straight White Male
Old School


Sonntag, 8. Juli 2018

Mörder Anders

Den dritten Roman des schwedischen Autors Jonas Jonasson bekam ich kurz vor dem Abflug in den diesjährigen Griechenland-Urlaub Ende Mai als Geschenk. Da ich mich schon bei seinem Bestseller-Debüt "Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand" sowie beim Nachfolger "Die Analphabetin, die rechnen konnte" gut amüsiert habe, dachte ich mir: Leichte Kost, das passt gut für einen gemütlichen Strandtag!



Und oft werden Erwartungen punktgenau erfüllt. Auch Roman Nummer 3 mit dem abermals überlangen Titel "Mörder Anders und seine Freunde nebst dem einen oder anderen Feind" unterhält mit einem eigenen, aber mir sehr gut gefallenden Schmäh, wieder prächtig! "Hosianna" könnte man sagen, weil das ganz besonders fein zur Story passt, ein geläuterter Verbrecher wird zum angehimmelten "Sektenführer", zu dem ihm ein Rezeptionist, selbst gescheiterte Existenz, und eine arbeitslose Pastorin inszenieren. Herrlich albern und wie erwartet in wenigen Stunden gelesen!

Eine nicht ganz wohlwollende Rezension zum abermaligen Bestseller des Herrn Jonasson gibt es auf der Website der SZ!

Montag, 18. Juni 2018

Schwere Knochen

Mein erster Roman von David Schalko, einem österreichischen Multi-Talent, das vor allem durch TV-Serien (wie "Braunschlag", "Altes Geld"), Filme ("Aufschneider", "Wie man leben soll", "Höhenstraße") und Formate wie "Willkommen Österreich" (Konzept und Regie) oder "Dorfers Donnerstalk" bekannt ist. Ich persönlich hatte rund um die UEFA EURO 2008 mit ihm zu tun, damals  hatte er die Idee und führte auch die Regie zu "Das Wunder von Wien: Wir sind Europameister".



Dass er auch Roman-Autor ist, war mir bis vor wenigen Monaten unbekannt, seinem jüngsten Werk "Alte Knochen" konnte man aber quasi nicht entgehen, wurde es doch auch in einer meiner Lieblingssendungen, nämlich "Druckfrisch" (immer Sonntags auf ARD) mit Schalko selbst behandelt (derzeit noch in der Mediathek zu finden).

Ich bekam es so wie viele Bücher geschenkt und genoss die weit über 500 Seiten in zwei Tagen im Urlaub auf Karpathos. Ein sehr kurzweiliges Vergnügen über die "Erdberger Spedition", eine Bande, die sich in der Vorkriegszeit im dritten Wiener Bezirk bildet, deren Protagonisten wir auch teilweise im Krieg und KZ begleiten und die sich nach Kriegsende Wien kriminell sozusagen analog zu den Alliierten aufteilen.

Ein wunderbares Lesevergnügen, wobei gerade der Beginn furios ist, dann schleichen sich ein paar Längen ein, die allerdings bei der Lektüre auf einer griechischen Insel auch ziemlich leicht zu verkraften sind!

Echte Rezensionen gibt es zudem u.a. hier:
DER STANDARD
DER SPIEGEL
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