Freitag, 2. Januar 2026

Mein Europacupauswärtsjahr 2025

Die Saison 2025/26 ist die nach 2000/01, 2001/02, 2004/05, 2006/07, 2012/13, 2014/15, 2016/17, 2018/19, 2021/22, 2022/23, 2023/24 & 2024/25 die bereits dreizehnte, die ich in Funktion beim SK Rapid auf Reisen zu Spielen in diversen UEFA-Bewerben mitbegleiten darf. Wie schon in der Vorsaison brachte sie im Herbst gleich sechs Auswärtsspiele, leider folgen im Frühjahr 2026 keine weiteren. Aber im Frühjahr 2025 gab es derer zwei und damit ein persönlicher „Rekord“ für mich mit acht Away-Games auf internationaler Bühne.

Je zweimal (März und Dezember) ging es nach Bosnien & Herzegowina sowie nach Polen (Oktober und November), die weiteren Destinationen waren Schweden, Montenegro, Schottland & Ungarn.

Sportlich erfreulich waren eigentlich nur die Reisen in den Norden, Im April der wunderbare 1:0-Auswärtssieg in Stockholm bei Djurgården im Viertelfinale der UEFA Conference League. Leider setzt es dann bekanntlich im Rückspiel nach einer frühen Roten Karte eine 1:4-Niederlage nach Verlängerung mit einem Doppelpack eines gewissen Tobias Gulliksen, der knapp fünf Monate später zu uns nach Hütteldorf wechselte. Schön auch das 2:2 nach Verlängerung beim Dundee United FC, das nach dem ersten Elfmeterschießen für Rapid in einem UEFA-Bewerb den Aufstieg in die dritte und letzte Qualifikationsrunde fixierte. Alle fünf Rapid-Schützen trafen vom Punkt, ein Krimi in Schottland, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Nicht vergessen mag ich den 2:0 Sieg bei Dečić in Montenegro eine Runde zuvor, aber das Niveau des Gegners war halt wirklich sehr, sehr bescheiden.....

In Bosnien & Herzegowina verhinderten jeweils Gegentore in der Nachspielzeit Auswärtssiege und endeten die Partien in Banja Luka und Mostar 1:1. Die beiden Ausflüge nach Polen waren sportlich grauenhaft, sowohl in Posen als auch in Sosnowiec im Ausweichstadion von Gastgeber Raków! Beide Male setzte es 1:4-Packungen für meine Mannschaft, die zweite sollte dann leider auch das Ende der kurzen Trainerära des von mir nach wie vor sehr geschätzten Peter Stöger und seines menschlich ebenfalls höchst leiwanden Assistenten Thomas Sageder besiegeln. Krass auf alle Fälle, dass die sportliche Verantwortung in diesen sieben Monaten, in denen der heuer nicht oft magische SCR Europacup spielte, drei verschiedene Cheftrainer im Einsatz waren. Im März und April Robert Klauß, im Juli, August, Oktober und November Peter Stöger und im Dezember Stefan Kulovits. Hoffentlich zumindest dies ein Rekord für die Ewigkeit! 

Nachfolgend sind die Links zu meinen Blog-Beiträgen nach den jeweiligen Auswärtspartien zu finden:

März 2025: Banja Luka
April 2025: Stockholm
Juli 2025: Podgorica|Tuzi
August 2025: Dundee
August 2025: Györ
Oktober 2025: Posen
November 2025: Sosnowiec|Kattowitz
Dezember 2025: Mostar

Mit Präsidiumsmitglied und Rapid-Legende Michi Hatz (zurecht) frohen Mutes vor dem erfolgreichen Gastspiel bei Djurgården in Stockholm.

Pressekonferenz in Schweden mit "Hausherrn" Isak Jansson, der mittlerweile für OGC Nizza kickt und Coach Robert Klauß, von dem sich Rapid keine drei Wochen später trennen sollte. 



Meine Top-Romane gelesen in 2025

Und wieder ist ein Jahr vorbei und damit Zeit für meinen schon traditionellen Beitrag über jene, Romane die mich (unabhängig von ihrem Erscheinungsdatum) im abgelaufenen Jahr besonders begeistert haben.

Es waren ungewöhnlich viele anno 2025 und wie üblich waren viele davon als Geschenk zu mir gewandert. 27 Romane schaffte ich in den letzten 12 Monaten, gleich ein Drittel davon im dreiwöchigen Jahresurlaub auf Kreta im Oktober, danach ging - auch das gefühlt seit langer Zeit ein Muster - fast gar nix mehr bis zum Tag vor dem Heiligen Abend. 

Und hier meine Roman-Favoriten aus jenen Werken, die ich zwischen Jänner und Dezember 2025 gelesen habe. Sie ist lang, könnte sogar noch länger sein, denn mit einer einzigen Ausnahme haben mir diese 27 Bücher alle wunderbare Lesestunden beschert. Daher war es schwer, auf 13 Stück zu reduzieren, hier aufgelistet in alphatischer Reihenfolge nach dem Nachnamen der Autor:innen.

TC BOYLE - Blue Skies

Michael EBERT - Nicht von dieser Welt

Nino HARATISCHWILI - Das achte Leben (Für Brilka)

John IRVING - Königin Esther

Anthony McCARTEN - Going zero

Francesca MELANDRI - Alle, außer mir



Paul MURRAY - Der Stich der Biene 

Gaea SCHOETERS - Trophäe 

Robert SEETHALER - Der Trafikant

Lavie TIDHAR - Maror 

Chris WHITAKER - Von hier bis zum Anfang


"Der Stich der Biene" von Paul Murray war mein absoluter Roman-Favorit anno 2025. Gelesen vorwiegend vor der wunderbaren Fidlerstallhütte im niederösterreichischen Wiesenbachtal! 



Mehr "Best of des Jahres":





Donnerstag, 1. Januar 2026

Königin Esther

Erst durch Zufall habe ich Ende November entdeckt, dass ein neuer Roman des großen John Irving erschienen ist. Nur drei Jahre nach seiner letzten (und etwas zu langen) Veröffentlichung "Der letzte Sessellift" mit mehr als 1.000 Seiten ist es nun "Königin Esther". Für die Titelheldin und die schräge Familie Winslow, insbesondere James alias "Jimmy", machte es der 1942 geborene US-Amerikaner etwas kürzer, rund 550 Seiten.




Auch wenn die ersten zwei, drei Kritiken, die ich zu "Königin Esther" gefunden habe, nicht gerade Leseempfehlungen aussprachen, war für mich klar, dass ich auch den neuen Roman von Irving (so wie alle bisherigen) lesen werde. Kaufen musste ich ihn nicht, meine bessere Hälfte beschenkte mich netterweise zu unserem Jahrestag damit. 

Und so startete ich das Werk zu Weihnachten und verschlang "Königin Esther" förmlich. Ein typischer Irving in bester Manier und dieses Mal gibt es auch ein Wiederlesen mit Dr. Wilbur Larch vom Waisenhaus Saint Cloud´s aus dem Kult-Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" - erschienen im Original "The Cider House Rules" anno 1985, in deutscher Sprache dann 1988 und von mir gelesen im Jahre 1999! Das Ringen spielt ebenso eine Rolle wie meine Heimatstadt Wien, typische Irving-Ingredienzen, nur ein Bär fehlt, dafür gibt es eine Schäferhündin namens "Hard Rain", benannt nach einem bekannten Song von Bob Dylan. Besonders gefallen haben mir die Abschnitte, die im Wien (fast ausnahmslos in vierten Bezirk, aber auch das legendäre Cafe Hawelka in der City kommt vor) der Jahre 1963 und 1964 angesiedelt sind. Meinerseits eine echte Leseempfehlung und für mich der beste Roman des Altmeisters seit "Letzte Nacht in Twisted River"! 

Mehr zu "Königin Esther":