Montag, 6. April 2026

Lunapark

Mein zweiter "Rath"-Roman im Jahr 2026, Teil 6 der großartigen historischen Krimi-Reihe des deutschen Autors Volker Kutscher!

Auch "Lunapark", angesiedelt im Berlin des Jahres 1934, ist wie die fünf Vorgängerwerke absolut lesenswert, bietet einen spannenden Kriminalfall und abermals hochinteressante historische Einblicke in die Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten.




Der titelgebende "Lunapark" ist ein Vergnügungspark, der zum Zeitpunkt der Handlung seit kurzem nicht mehr in Betrieb ist, aber u.a. als Versteck für allerlei Gesindel dient und am Ende des Romans kommt es dort auch zum "Showdown", dessen Ausgang natürlich nicht verraten werden soll. Die Hauptfigur Gereon Rath, Kriminalkommissar, muss sich nicht nur mit herkömmlichen Verbrechern herumschlagen, sondern auch mit SA, SS und der GeStapa (so heißt sie noch und steht für Geheimes Staatspolizeiamt). Auch der ominöse Johann Marlow, großer Boss einer Vereinigung der organisierten Kriminalität, nimmt dieses Mal wieder eine bedeutender Rolle im Geschehen ein, in Band 7 mit dem Titel "Marlow" wohl noch viel mehr. 

Auf rund 550 kurzweiligen Seiten machte mir die Lektüre auf alle Fälle Gusto auf die verbleibenden vier Bände der Reihe, die 2024 mit Band 10 unter dem Titel "Rath" im Jahr 1938 sein Ende gefunden haben soll. 

Sonntag, 29. März 2026

Allmen und Herr Weynfeldt

Weiter geht es mit der Krimi-Reihe rund um den versnobten und notorisch über seine Verhältnisse lebenden und in der Kunstszene umtriebigen Schweizer Privatermittler Johann Friedrich von Allmen, die der eidgenössische Autor Martin Suter vor 15 Jahren mit Band 1 "Allmen und die Libellen" ins Leben gerufen hat.

Mittlerweile (im Hardcover 2024 und als Taschenbuch heuer) ist der siebente Band auf den Markt und wie gewohnt bietet der 1948 geborene Autor, der nur alle vier Jahre Geburtstag feiern kann (29. Februar), routinierte und unterhaltsame Lektüre in der Welt der (vermeintlich) reichen und schönen.



Dieses Mal freundet sich Allmen, wie immer unterstützt von seinen lateinamerikanischen Helferleins Carlos & Maria, mit seinem Auftraggeber, dem Kunstsammler Adrian Weynfeldt, an und die Klärung des Falls - der Diebstahl eines Bildes von Pablo Picasso (das wahrscheinlich kein Original ist) - läuft eher nebenbei und wird schlußendlich am Ende des abermals lediglich rund 200 Seiten schlanken Kriminalromans auf nur zwei Seiten finalisiert. Wie immer bei Martin Suter hat mir die Lektüre Spaß gemacht, viel Zeit braucht man nicht einplanen, denn der Diogenes Verlag kam mit etwas größerer Schrift dazu, dass die 200 Seiten erst erreicht wurden. 

Mehr zu "Allmen und Herr Weynfeldt" u.a. hier:
Tagesanzeiger 
WAZ
Die Presse 

Mehr zu Band 1 bis 6:

Freitag, 27. März 2026

Nordwasser

Ein packender Roman, bei dem ich beim besten Willen nicht mehr weiß, wie ich auf ihn gekommen bin. Die Rede ist von "Nordwasser", 2018 in deutscher Sprache erschienen, zwei Jahre nach dem englischen Original mit dem Titel "The North Water". 

Autor ist der in der Hafenstadt Hull aufgewachsene Brite Ian McGuire, der in seinem "Brotberuf" als Literaturwissenschaftler bezeichnender Weise auch eine große Arbeit über Moby-Dick-Erschaffer Hermann Melville verfasst hat.



"Nordwasser" hat ebenfalls mit Walen zu tun, genauer gesagt nimmt uns der Schriftsteller auf eine - die letzte - Reise des Walfang-Schiffs "Volunteer" im Jahre 1859 nimmt. Es ist kein angenehmes Lesevergnügen. Ungeschönt und brutal schildert der 1964 geborene Autor auf (in der Taschenbuchausgabe) knapp 370 Seiten den Alltag auf dem Schiff, den Überlebenskampf der Crew auf dem Eis und ziemlich grausliche Verbrechen. Eine großartige Mischung aus Abenteuer-, Historien- und Kriminalroman ist Mister McGuire da gelungen und ich durfte den Großteil des Buches bei strahlendem Sonnenschein im schönen Gebiet rund um die Skiorte Hochoetz, Ochsengarten und Kühtai genießen. 

Mehr zu "Nordwassser" u.a. hier:

Donnerstag, 12. März 2026

Eroberung

Ein Roman, auf den ich vor einigen Jahren - wenn ich mich recht erinnere - durch einen Beitrag im von mir sehr geschätzten TV-Format "Druckfrisch" (ARD) aufmerksam geworden bin, war "Eroberung" vom französischen Autor Laurent Binet. 

Im Original ist der wunderbare Roman bereits im Jahr 2019 unter dem Titel "Civilizations" erschienen, ein Jahr später bei Rowohlt in deutscher Sprache und 2022 dann im selben Verlag als Taschenbuch, diese Ausgabe lag dann auch zum letzten Weihnachtsfest auf meinem traditionellen Bücherpackerl. 




Als alter "Trekkie" liebe ich ja das Spiel mit alternativen Welten und der 1972 in Paris geborene Binet spielt sich mit dem Thema perfekt. Ganz kurz zusammengefasst: Was wäre gewesen, wenn nicht die Europäer wie Senor Christoph Kolumbus den amerikanischen Kontinent unterjocht hätten, sondern dort gescheitert wären und sich das Volk der Inkas auf den Weg Richtung "Orient" mit erstem Ziel Lissabon gemacht hätten. In "Eroberung" ist dieses Szenario eingetreten, zudem schafften es die Wikinger hunderte Jahre davor schon bis nach Südamerika. Auf fast 400 mehr als kurzweiligen Seiten (nur im ersten Kapitel um die Wikinger mit der "Saga von Freydis Eriksdottir" benötigte ich etwas Anlaufzeit) zog mich "Eroberung" voll in den Lesebann, vor allem das Hauptkapitel mit dem nach dem legendären Inka-Herrscher benannten "Atahualpa-Chroniken" ist absolut genial! 

Somit eine uneingeschränkte Leseempfehlung für diesen Roman, der in mir Erinnerungen an "Geschichte machen" von Stephen Fry (die Geburt von Adolf Hitler wird verhindert; von mir gelesen anno 1999), "Vaterland" von Robert Harris (die Nationalsozialisten gewinnen den Zweiten Weltkrieg; von mir gelesen 1996), "NSA" von Andreas Eschbach (in der NS-Ära gibt es bereits die moderne Computertechnologie; von mir gelesen anno 2020) oder "Der Platz an der Sonne" von Christian Torkler (Flüchtlingswelle vom verarmten Europa ins reiche Afrika; von mir gelesen ebenfalls anno 2020) wachgerufen hat! 

Mehr zu "Eroberung" hier:
Deutschlandfunkkultur - SZ - literatur-blog.at 


Samstag, 7. März 2026

Romanverfilmungen zum Streamen

Eine feine Kombination, wenn man gerne gute Romane liest und hin und wieder auch Serien schaut, ist es, wenn (spannende) Bücher oder gar Buchreihen verfilmt werden.

Im Jahr 2026 habe ich (bislang) zumindest zwei Serien auf netflix geschafft (das Abo zahlt sich also wirklich aus, hihi), beide auf Grundlagen von Autoren, die ich recht schätze. Noch im Dezember 2025 bin ich in einen Hotelzimmer im bosnischen Mostar schlaflos zufällig auf "Mr. Mercedes" gestoßen, damals noch im Unwissen, dass es sich eigentlich um eine "alte" Serie handelt. Bereits von 2017 bis 2019 wurden die drei Staffeln nach der Roman-Trilogie des großen Stephen King (neben dem titelgebenden "Mr. Mercedes" sind das in deutscher Sprache "Finderlohn" und "Mind Control") verfilmt. Natürlich nicht so gut, wie auf Papier zu lesen, aber kurzweilige Unterhaltung allemal.




Kurz danach empfiehlt mir netflix die Serie "Dept. Q" und ein Blick in den Trailer zeigt mir, da ist die Grundlage der mich damals fesselnde Roman "Erbarmen" des dänischen Autors Jussi Adler-Olsen. Die Handlung wird zwar nach Schottland verlegt, der unkonventionelle Chefermittler für "Cold Cases" und Leiter des neuen Dezernats Q heißt aber weiter Carl Mørck, sein schräger syrischer Assistent bekommt einen neuen Namen und aus einer entführten Politikerin wird eine entführte Staatsanwältin. Sonst aber, packende neun Folgen und die wohl berechtigte Hoffnung, dass viele weitere Staffeln folgen könnten, sind doch mittlerweile bereits elf (!) Romane rund um Mørck & Team auf dem Markt, sechs davon von mir noch nicht gelesen, doch die ersten fünf haben mir allesamt spannende und gute Unterhaltung geboten! 



Freitag, 6. März 2026

Zu Gast im Videopodcast

Ende letzten Jahres erreichte mich eine freundliche Anfrage von einem mir bis dahin unbekannten Podcast-Host, ob ich denn für ein Gespräch rund um meine Tätigkeit beim SK Rapid zur Verfügung stehen würde. 

Das macht man gerne und nachdem wir im Jänner den ursprünglich geplanten Termin verschieben mussten, trafen wir uns in der dritten Februar Woche bei uns in Hütteldorf in der Loge des Vereins. Ein nettes Gespräch, auch wenn mein Kopf aufgrund des wenige Tage vorher ausgetragenen Wiener Derbys samt negativer Begleiterscheinungen nicht wirklich hundertprozentig frei war........

Zu sehen auf dem YouTube-Kanal von UMPanMedia, ich danke Host Christian Leitner für die Einladung und den angenehmen Termin! 







Freitag, 27. Februar 2026

Content

Nach "Salonfähig" mein zweiter Roman des jungen (Jahrgang 1994) österreichischen Autors Elias Hirschl. "Content" ist ein recht schmales Buch, das der hochgelobte Schriftsteller während seiner Zeit als Stadtschreiber von Dortmund verfasst hat. Der "Pott", allerdings nicht in der Gegenwart, sondern in der (wohl nicht allzu fernen) Zukunft.

Hirschl nimmt mich als Leser nicht ganz so mit wie beim Vorgängerwerk "Salonfähig", trotz nur knapp 220 Seiten hat der Roman auch leichte Längen. Aber: Er ist allemal lesenswert, der Autor dokumentiert die derzeitige (fast) völlig sinnentleerte Version des Internets, die Gefahren einer von jeglicher sozialer Kompetenz & Intelligenz eingesetzten KI, den Wahnsinn der ausbeuterischen Lieferservices und vieles mehr.

Mit "Schleifen" erschien erst vor einem Monat der nächste Roman von Elias Hirschl, dieser ist mit über 400 Seiten deutlich umfangreicher ist, aber eher durchwachsene Kritiken erntete. Na, schaun mer mal! 

Mehr zu "Content" hier: 
taz
DER STANDARD
SWR
FM 4

Sonntag, 22. Februar 2026

Märzgefallene

Und weiter geht es mit meiner Nachlesung der wunderbaren historischen Krimi-Reihe um Gereon Rath im Berlin der Jahre 1929 bis 1938. Mit Teil 5 entführt Autor Volker Kutscher die Leserschaft ins Jahr 1933, die Vorgeschichte zu einer aufzuklärenden Mordserie liegt noch weiter zurück, im März 1917 während des Ersten Weltkriegs - somit ist auch der Titel "Märzgefallene" zu erklären.


Auf etwas mehr als 600 Seiten ist nicht nur Spannung garantiert, wie schon in den Vorgängerromanen wird auch auf einschneidende historische Ereignisse eingegangen beziehungsweise werden die bestens in die Geschichte eingebettet. Der Aufstieg des nationalsozialistischen Regimes mit Ausschaltung ihr nicht genehmer Politiker und Beamter, die Hatz auf jüdische Mitbürger, der Brand des Reichtags und zum Ende des Romans auch die Bücherverbrennung, bei der Werke von u.a. Erich Kästner oder Erich Maria Remarque in Flammenmeeren vernichtet wurden. 

Nebenbei spinnt der Autor die private (Liebes)Geschichte seines Titelhelden mit Charlotte "Charly" Ritter weiter, diese wird im Finish des wieder sehr gelungenen Werkes nun Charlotte Rath, einen Ziehsohn hat das Paar da übrigens auch schon längst. Ich freue mich auf Teil 6, der schon im immens hohen "Stapel der ungelesenen Bücher" auf seine Lektüre wartet und im Jahr 1934 die Geschichte weitererzählen wird.

Mehr zu "Märzgefallene":  Blog Kaffeehaussitzer - Blog booknerds

Teil 1 - 4: Der nasse Fisch - Der stumme Tod - Goldstein - Die Akte Vaterland 

Samstag, 14. Februar 2026

High Fidelity

Unglaubliche 30 Jahre ist es her, dass der grandiose Roman "High Fidelity" von Nick Hornby in deutscher Sprache erschien. 1996 veröffentlicht und im Frühsommer dieses Jahres habe ich ihn gelesen. Ach was, verschlungen!

Die Ausgabe mit dem schönen roten Cover, erschienen im Verlag "Kiepenheuer & Witsch" hat noch immer einen "Ehrenplatz" in meinem notorisch zu kleinen Bücherregal, übrigens direkt neben meiner Erstausgabe von "Fever Pitch", das seinerzeit zuerst mit dem deutschen Titel "Ballfieber" (mehr hier) erschien und ich nur wenige Tage nach "High Fidelity" verschlungen habe. 


Ich kann mich noch erinnern, dass mich die Lektüre sofort in den Bann zog, ein Blick auf die ersten Seiten weckt diese Reminiszenz sofort, Start mit einer ersten "Liste" - die "TOP FIVE meiner unvergeßlichsten Trennungen für die einsame Insel in chronologischer Reihenfolge". Die Hauptfigur des Romans, der Besitzer eines vom Zusperren bedrohten Plattengeschäfts (ja, damals war die Compact Disc auf Siegeszug) versucht sich gerade wieder an ein Leben als Single zu gewöhnen. Ein Wiederlesen mit diesem später auch erfolgreich verfilmten Werk (Kinofilm aus dem Jahr 2000 war ganz nett, die Amazon-Serie von 2020 ging bislang an mir vorbei) wäre nett. Ja, ich wäre gespannt, ob mich die rund 330 Seiten auch heute noch so begeistern würden wie im grandiosen Sommer 1996, als meine und die ganze Welt gefühlt noch viel besser, aber auf alle Fälle unbeschwerter war. 

Mehr zu "High Fidelity": Blog "Die Schreibmaschine" - DER SPIEGEL 

Sonntag, 18. Januar 2026

No Way Home

Mein bereits 18. Roman aus dem Schaffen von T.C. Boyle, der mich besonders mit seinen frühen Werken begeisterte, die in in der schönen Studentenzeit in ab Mitte der 1990-er-Jahre förmlich verschlungen habe. Letztes Jahr war ich mal wieder von einem Roman des US-Amerikaners recht begeistert, "Blue Skies" habe ich Anfang 2025 als Taschenbuch gelesen und als klar war, dass im gleichen Jahr bereits der nächste Roman zur Veröffentlichung ansteht, wusste ich, es wird mal wieder ein Hardcover! 



Boyle ist im deutschsprachigen Raum wohl noch populärer als in seiner Heimat, damit wäre zumindest die skurrile Situation erklärbar, dass "No Way Home" (so auch der deutschsprachige Titel) im Orginal erst heuer erscheint. Ich hatte das Vergnügen, am 19. November 2025 einer wunderbaren Veranstaltung im Wiener Konzerthaus beizuwohnen, dort las der deutsche Schauspieler Ben Becker grandios aus dem Buch und Boyle gab im Zwiegespräch seine interessanten Gedanken zum Besten.

"No Way Home", ein Weihnachtsgeschenk übrigens, habe kurz nach Dreikönig schließlich ich in Wien begonnen, fast 100 Seiten im Flieger nach Alicante gelesen und schlussendlich an drei Abenden im Rapid-Trainingslager an der Costa Blanca bei Benidorm finalisiert. Der Roman kommt nicht an die genialen Werke aus der "Frühzeit" des Autors heran, trotzdem haben mich die knapp 400 Seiten mehr als gut unterhalten. Eher untypisch, dass Boyle eine toxische Dreierbeziehung in den Mittelpunkt der Handlung stellt, aber dafür kommt das für ihn (und uns alle) wichtige Theme Klimawandel (großteils ist die Story in Nevada angesiedelt) nicht zu kurz, detto die gesellschaftliche Spaltung in den USA unter dem Trump-Regime. 

Mehr zu "No Way Home" gibt es u.a. hier:
DER STANDARD
NDR
SWR 
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Freitag, 9. Januar 2026

Fabula Rasa

Das junge Lesejahr 2026 geht bestens weiter. Zwischen Neujahr und Dreikönig stand schließlich der neue Roman der von mir auch privat sehr geschätzten Vea Kaiser auf dem Programm. Sechs Jahre zogen durch das Land, seit die noch immer junge Schriftstellerin ihren dritten Roman (der mir wie die Vorgänger bestens gefallen hat) "Rückwärtswalzer oder Die Manen der der Familie Prischinger" veröffentlicht hat. Viel ist in ihrem Leben seither passiert und nun folgt ihr erstes Werk als mittlerweile zweifache Mutter, was in "Fabula rasa oder Die Königin des Grand Hotels" auch (zurecht) thematisiert wird. 



Der neue Roman erschien im Oktober letzten Jahres und bekam eine umfangreiche und positive mediale Resonanz. Mir lief die Autorin ein Monat später zufällig in meinem Stammlokal, wo sie früher auch öfter anzutreffen war, über den Weg und freundlicherweise hatte sie nicht nur ein Exemplar des Buches dabei, sondern schenkte es mir mit einer reizenden Widmung. Daher bin ich natürlich alles andere als objektiv, da ich mich darüber wirklich sehr gefreut habe. Fixer Vorsatz war, das Werk in Ruhe in den "Weihnachtsferien" zu lesen, was nun auch gelang, obwohl von "Ferien" wenig Spur war und ich ab 28. Dezember beruflich richtig eingespannt war.

"Fabula Rasa" bietet auf alle Fälle wieder ein wunderbares Lesevergnügen und ist mit knapp 570 Seiten opulent, hätte aber ruhig noch länger sein dürfen. Eine schöne Zeitreise ins Wien der 1980-er und 90-er-Jahre inkludiert, ein Wiederlesen mit vielen Lieblingsplätzen meiner Studentenzeit machte die Lektüre noch kurzweiliger. Intelligente Unterhaltungsliteratur und daher wenig überraschend eine klare Lesempfehlung verbunden mit der Hoffnung, dass Roman Nummer 5 der gebürtigen Niederösterreicherin nicht allzu lange auf sich warten lässt. Für mich ist es aber ohnehin ein kleines Wunder, dass ein solcher Roman "neben" dem Aufziehen von zwei kleinen Kindern überhaupt geschrieben werden kann.

Mehr zu "Fabula rasa oder Die Königin des Grand Hotels" u.a. hier:



Samstag, 3. Januar 2026

Meine Top-Romane gelesen in 2025

Und wieder ist ein Jahr vorbei und damit Zeit für meinen schon traditionellen Beitrag über jene, Romane die mich (unabhängig von ihrem Erscheinungsdatum) im abgelaufenen Jahr besonders begeistert haben.

Es waren ungewöhnlich viele anno 2025 und wie üblich waren viele davon als Geschenk zu mir gewandert. 27 Romane schaffte ich in den letzten 12 Monaten, gleich ein Drittel davon im dreiwöchigen Jahresurlaub auf Kreta im Oktober, danach ging - auch das gefühlt seit langer Zeit ein Muster - fast gar nix mehr bis zum Tag vor dem Heiligen Abend. 

Und hier meine Roman-Favoriten aus jenen Werken, die ich zwischen Jänner und Dezember 2025 gelesen habe. Sie ist lang, könnte sogar noch länger sein, denn mit einer einzigen Ausnahme haben mir diese 27 Bücher alle wunderbare Lesestunden beschert. Daher war es schwer, auf 13 Stück zu reduzieren, hier aufgelistet in alphatischer Reihenfolge nach dem Nachnamen der Autor:innen.

TC BOYLE - Blue Skies

Michael EBERT - Nicht von dieser Welt

Nino HARATISCHWILI - Das achte Leben (Für Brilka)

John IRVING - Königin Esther

Anthony McCARTEN - Going zero

Francesca MELANDRI - Alle, außer mir



Paul MURRAY - Der Stich der Biene 

Gaea SCHOETERS - Trophäe 

Robert SEETHALER - Der Trafikant

Lavie TIDHAR - Maror 

Chris WHITAKER - Von hier bis zum Anfang


"Der Stich der Biene" von Paul Murray war mein absoluter Roman-Favorit anno 2025. Gelesen vorwiegend vor der wunderbaren Fidlerstallhütte im niederösterreichischen Wiesenbachtal! 



Mehr "Best of des Jahres":





Freitag, 2. Januar 2026

Mein Europacupauswärtsjahr 2025

Die Saison 2025/26 ist die nach 2000/01, 2001/02, 2004/05, 2006/07, 2012/13, 2014/15, 2016/17, 2018/19, 2021/22, 2022/23, 2023/24 & 2024/25 die bereits dreizehnte, die ich in Funktion beim SK Rapid auf Reisen zu Spielen in diversen UEFA-Bewerben mitbegleiten darf. Wie schon in der Vorsaison brachte sie im Herbst gleich sechs Auswärtsspiele, leider folgen im Frühjahr 2026 keine weiteren. Aber im Frühjahr 2025 gab es derer zwei und damit ein persönlicher „Rekord“ für mich mit acht Away-Games auf internationaler Bühne.

Je zweimal (März und Dezember) ging es nach Bosnien & Herzegowina sowie nach Polen (Oktober und November), die weiteren Destinationen waren Schweden, Montenegro, Schottland & Ungarn.

Sportlich erfreulich waren eigentlich nur die Reisen in den Norden, Im April der wunderbare 1:0-Auswärtssieg in Stockholm bei Djurgården im Viertelfinale der UEFA Conference League. Leider setzt es dann bekanntlich im Rückspiel nach einer frühen Roten Karte eine 1:4-Niederlage nach Verlängerung mit einem Doppelpack eines gewissen Tobias Gulliksen, der knapp fünf Monate später zu uns nach Hütteldorf wechselte. Schön auch das 2:2 nach Verlängerung beim Dundee United FC, das nach dem ersten Elfmeterschießen für Rapid in einem UEFA-Bewerb den Aufstieg in die dritte und letzte Qualifikationsrunde fixierte. Alle fünf Rapid-Schützen trafen vom Punkt, ein Krimi in Schottland, der mir ewig in Erinnerung bleiben wird. Nicht vergessen mag ich den 2:0 Sieg bei Dečić in Montenegro eine Runde zuvor, aber das Niveau des Gegners war halt wirklich sehr, sehr bescheiden.....

In Bosnien & Herzegowina verhinderten jeweils Gegentore in der Nachspielzeit Auswärtssiege und endeten die Partien in Banja Luka und Mostar 1:1. Die beiden Ausflüge nach Polen waren sportlich grauenhaft, sowohl in Posen als auch in Sosnowiec im Ausweichstadion von Gastgeber Raków! Beide Male setzte es 1:4-Packungen für meine Mannschaft, die zweite sollte dann leider auch das Ende der kurzen Trainerära des von mir nach wie vor sehr geschätzten Peter Stöger und seines menschlich ebenfalls höchst leiwanden Assistenten Thomas Sageder besiegeln. Krass auf alle Fälle, dass die sportliche Verantwortung in diesen sieben Monaten, in denen der heuer nicht oft magische SCR Europacup spielte, drei verschiedene Cheftrainer im Einsatz waren. Im März und April Robert Klauß, im Juli, August, Oktober und November Peter Stöger und im Dezember Stefan Kulovits. Hoffentlich zumindest dies ein Rekord für die Ewigkeit! 

Nachfolgend sind die Links zu meinen Blog-Beiträgen nach den jeweiligen Auswärtspartien zu finden:

März 2025: Banja Luka
April 2025: Stockholm
Juli 2025: Podgorica|Tuzi
August 2025: Dundee
August 2025: Györ
Oktober 2025: Posen
November 2025: Sosnowiec|Kattowitz
Dezember 2025: Mostar

Mit Präsidiumsmitglied und Rapid-Legende Michi Hatz (zurecht) frohen Mutes vor dem erfolgreichen Gastspiel bei Djurgården in Stockholm.

Pressekonferenz in Schweden mit "Hausherrn" Isak Jansson, der mittlerweile für OGC Nizza kickt und Coach Robert Klauß, von dem sich Rapid keine drei Wochen später trennen sollte. 



Donnerstag, 1. Januar 2026

Königin Esther

Erst durch Zufall habe ich Ende November entdeckt, dass ein neuer Roman des großen John Irving erschienen ist. Nur drei Jahre nach seiner letzten (und etwas zu langen) Veröffentlichung "Der letzte Sessellift" mit mehr als 1.000 Seiten ist es nun "Königin Esther". Für die Titelheldin und die schräge Familie Winslow, insbesondere James alias "Jimmy", machte es der 1942 geborene US-Amerikaner etwas kürzer, rund 550 Seiten.




Auch wenn die ersten zwei, drei Kritiken, die ich zu "Königin Esther" gefunden habe, nicht gerade Leseempfehlungen aussprachen, war für mich klar, dass ich auch den neuen Roman von Irving (so wie alle bisherigen) lesen werde. Kaufen musste ich ihn nicht, meine bessere Hälfte beschenkte mich netterweise zu unserem Jahrestag damit. 

Und so startete ich das Werk zu Weihnachten und verschlang "Königin Esther" förmlich. Ein typischer Irving in bester Manier und dieses Mal gibt es auch ein Wiederlesen mit Dr. Wilbur Larch vom Waisenhaus Saint Cloud´s aus dem Kult-Roman "Gottes Werk und Teufels Beitrag" - erschienen im Original "The Cider House Rules" anno 1985, in deutscher Sprache dann 1988 und von mir gelesen im Jahre 1999! Das Ringen spielt ebenso eine Rolle wie meine Heimatstadt Wien, typische Irving-Ingredienzen, nur ein Bär fehlt, dafür gibt es eine Schäferhündin namens "Hard Rain", benannt nach einem bekannten Song von Bob Dylan. Besonders gefallen haben mir die Abschnitte, die im Wien (fast ausnahmslos in vierten Bezirk, aber auch das legendäre Cafe Hawelka in der City kommt vor) der Jahre 1963 und 1964 angesiedelt sind. Meinerseits eine echte Leseempfehlung und für mich der beste Roman des Altmeisters seit "Letzte Nacht in Twisted River"! 

Mehr zu "Königin Esther":


Dienstag, 30. Dezember 2025

Balkan-Odyssee zum Jahresabschluss

Das hat es kurz vor Weihnachten noch ganz besonders gebraucht! Am 18. Dezember stand unser 54. und letztes Pflichtspiel des Jahres 2025 am Programm, ein Gastspiel beim HSK (Hrvatski Sportski Klub = Kroatischer Sportklub) Zrinjski Mostar in Bosnien-Herzegowina auf dem Programm. Doch dort musst du erst mal hinkommen......

Los ging es zunächst plangemäß um 12:00 Uhr mit einem Charterflieger der polnischen Enter Air, um 13:15 Uhr ("in about one hour" informierte der Pilot noch per Bordmikro während des Steigflugs über Wien) sollten wir in Mostar landen. Doch während des Sinkflugs informierte der Herr Kapitän (also nicht jener der Mannschaft, sondern jener der Bord-Crew), dass wir aufgrund schlechte Witterungsbedingungen nicht in Mostar und auch nicht in der bosnischen Hauptstadt Sarajewo landen könnten und umgeleitet werden. Gesagt, getan und um 13:35 Uhr landeten wir im kroatischen Dubrovnik. Unser Betreuer von der Reiseagentur sowie einige meine Kolleg:innen drückten auf die Tube und schafften es, dass für insgesamt 139 Fluggäste (darunter die gesamte Mannschaft natürlich) drei Busse organisiert wurden, die uns exakt zwei Stunden nach der Landung vom Flughafen abholten. "Nur" knapp 150 Kilometer sind es von Dubrovnik nach Mostar, aber alles Landstraße und eine EU-Außengrenze ist auch dazwischen. Zudem durften Busse und Fahrer uns mal nur über die Grenze bringen, danach ging es in anderen Fahrzeugen auf der bosnischen Seite weiter! Planmässig hätten wir um 16:30 Uhr im Stadion zu Mostar die obligatorische Pressekonferenz gehabt und eine halbe Stunde später das traditionelle Abschlusstraining am selben Ort. Um diese Zeit gondelten wir noch irgendwo an der kroatischen Küste herum, knapp nach 20:00 Uhr kamen wir erst im Stadion Bijeli Brijek an. PK war keine mehr notwendig, da keine einheimische Medien so lange warten wollten und die mitreisenden österreichischen bereits mehrfach versorgt wurden, also haben wir es bei kurzem Interview mit Interimstrainer Stefan Kulovits für unser Rapid TV belassen - hat gereicht......

Um 19:00 Uhr wäre eigentlich für die mitgereiste "Non-Sports"-Crew ein gemeinsames Abendessen mit Präsidium und Geschäftsführung hoch über Mostar angesetzt gewesen, dies begann logischerweise auch etwas später und für mich und meinen Kollegen Bernhard, unseren "Main Contact" für die UEFA, der so wie ich im Stadion weilen musste, noch später. Dafür war es sehr gut, auch wenn wir für An- und Rückreise ungefähr gleich lange in Taxis saßen wie im Lokal! Tollerweise war nach Rückkehr in unser Teamhotel, das ich vorher schon ca. zwei Minuten lang gesehen hatte, nicht nur die Hotelbar geschlossen, sondern auch im Umkreis von mindestens einer Viertelstunde kein Lokal offen. Daher mal bald an einem MD-1 in die Federn, von der Anreise war ich allerdings eh hundemüde.

Am Matchtag hatte ich viel zu arbeiten, trotzdem blieben rund drei Stunden Zeit für Sightseeing (wunderschöne Altstadt mit der weltberühmten Brücke "Stari Most") und ein landestypisches (und großartiges) Essen mit einigen Kollegen nur wenige Meter von dieser im 16. Jahrhundert erbauten und in den 1990-er-Jahren während des Jugoslawien-Krieges zerstörten Brücke. 

Um 21:00 Uhr folgte dann im wirklich nicht UEFA-tauglichen Stadion endlich der Ankick zum Match und trotz überschaubarer Leistung sah es lange nach dem ersten Sieg im letzten Spiel der Ligaphase der UEFA Conference League aus. Tief in der Nachspielzeit aber ein Eigentor unserer Burschen, ich habe es nicht gesehen, da ich gerade am Weg von der Pressetribüne aufs Spielfeld war. Angeschaut habe ich es mir bis heute nicht, am Ende blieb ein 1:1-Remis über. Und danach wieder große Freude, denn das Flugzeug, das uns um 1:35 Uhr wieder nach Wien bringen sollte, konnte nicht landen und somit hieß es: "One more night in Mostar". Retour ins Hotel, dort wurden wir mit durchaus essbaren Burgern provisorisch ernährt und - alles Schlechte hat sein Gutes - war ausreichend kroatisches Bier in gut gekühlten 0,3 Liter Flaschen erhältlich. Bis zum frühen Morgen sogar. Der geplante Rückflug um 12:00 Uhr am Freitag verzögerte sich dann auch noch, so bekamen wir wenigstens im Outdoor-Café des Airport Mostar noch einige Sonnenstrahlen ab. Erst gegen 19:00 Uhr, viele Stunde später als geplant, war ich dann wieder in meiner Wohnung in Margareten. Gut, dass dieses Fußballjahr nun vorbei ist.

Einige Impressionen dieser speziellen Auswärtsreise:

































Dienstag, 23. Dezember 2025

88 Namen

Als ich vor 30 Jahren, anno 1995, den Roman "Fool on the hill" vom amerikanischen Autor Matt Ruff las, war ich hin und weg, sein Debütroman wurde nicht umsonst zu einem Kultbuch. Sein Werk Nummer 3 mit dem schönen deutschen Titel "Ich und die anderen" (von mir gelesen anno 2004 rund um die unvergessliche EURO mit Champion Griechenland) haute mich überhaupt fast vom Hocker - genial.

Danach - und das waren inklusive "88 Namen" ohnehin lediglich vier weitere Roman - endete die Liebesbeziehung zwischen dem Autor und mir als Leser eher. "Bad Monkeys", "Mirage" und "Lovecraft Country" waren okay, aber nicht mehr. Letztes habe ich im Corona Jahr 2020 gelesen und damals kam auch "88 Namen" (im Original "88 Names") im Original und auf Deutsch auf den Markt. Wieder eine sehr, sehr schräge Story, der Klappentext ließ mich wirklich auf ein "Comeback" hoffen, aber es war (für mich) eine zähe Lektüre.



Über die rund 330 Seiten habe ich mich teilweise regelrecht gequält, ich vermute, dass es vielen, die keine Freaks um Online-Videospiele sind, ähnlich geht. Zumindest gab es einige wenige Kapitel, die dann auch für mich verständlich waren und da hoffte ich dann stets, dass mich Mister Ruff jetzt abgeholt hat. Leider nicht, aber schauen wir mal, was der 1965 in New York geborene Autor für die Zukunft noch im Köcher hat........ - eine Neuerscheinung für die nahe Zukunft ist meines Wissens nicht angekündigt, aber dafür legt der Hanser Verlag die beiden oben schon erwähnten Hammer-Romane "Fool on the Hill" sowie "Ich und die anderen" nächstes Jahr neu auf - ab 17. Februar erhältlich und wer diese noch nicht kennt, darf sich auf fast 1.300 Seiten bestes Lesevergnügen freuen! Ich überlege ernsthaft ein Wiederlesen ;-) 

Mehr zu "88 Namen":

Samstag, 6. Dezember 2025

Das achte Leben

Was für ein Mammutwerk! Lustigerweise bekam ich diesen opulenten Familienroman der in Georgien aufgewachsenen und in Deutschland lebenden Autorin Nino Haratischwili dieses Jahr gleich doppelt geschenkt. Und das, obwohl es sich um keinen aktuellen Bestseller handelt, sondern ein Werk, das bereits im Jahr 2014 erschienen ist.




"Das achte Leben (Für Brilka)" ist wie gemalt für lange Lesestunden am Strand und die ersten 700 von fast 1.300 (!) Seiten konnte ich mir noch in den letzten Tage im Süden Kretas gönnen. Den Rest dann über mehrere November-Wochen hinweg in Wien, auch hier ein Lesegenuss.

Die 1983 in Tiflis geborene Autorin entführt die Leserschaft in eine über Generationen handelnde (fiktive) Familiengeschichte die sich von der Zarenzeit bis ins beginnende neue Jahrtausend spinnt. Packend und interessant, zudem eine Reise in die Geschichte Georgiens, Russlands und der Sowjetunion. Auch Wien spielt immer wieder eine zentrale Rolle und trotz des epischen Umfangs konnte zumindest ich keine Längen im Roman erkennen. Daher eine absolute Leseempfehlung.

Mehr zu "Das achte Leben (Für Brilka)" u.a. hier:
DER SPIEGEL
Blog "Die Schreibmaschine"
Deutschlandfunk

Samstag, 29. November 2025

Vorerst genug von Polen

Ende November ging es für mich mit Rapid zum vierten Mal innerhalb relativ kurzer Zeit (2022 Danzig; 2024 Krakau; 2025 Posen) zu einem Europacupmatch nach Polen. Nach zwei sehr erfreulichen Reisen zu Beginn folgte im Oktober eine extrem bittere Abfuhr bei Lech und leider wiederholte sich dies nun in der Nähe von Kattowitz beim Gastspiel im Ausweichstadion von Rakow Tschentschochau (Czestochowa in der Landessprache genannt).

Es war von Beginn an ein Tip zum Vergessen! Planmässig verlief lediglich der knapp 40 Minuten kurze Flug, danach mussten wir uns zuerst über eine extrem lange Busanreise ins Teamhotel (das sehr schöne Haus mit dem Namen "Monopol") ärgern, der Wintereinbruch legte die komplette Region lahm. Ein paar Zentimeter Schnee führten auch dazu, dass wir nicht im Matchstadion trainieren durften, kurz nach unserer Landung wurde uns dann auch noch mitgeteilt, dass auch das Ausweichstadion nicht bespielbar wäre. Super! Es dauerte bis fast 16:30 Uhr bis wir wussten wann und wo genau unsere Mannschaft trainieren darf, auf einer kleinen Sportanlage räumten fleißige Arbeiter samt Traktor einen Rasenplatz. Eh nett. Für die UEFA schien das größte Problem zu sein, dass wir nicht zur Pressekonferenz kamen, die eigentlich für 17.15 Uhr im Matchstadion angesetzt war. Wir luden kurzerhand alle Medien ins Trainingsstadion ein, war zumindest den mitgereisten österreichischen Journis ohnehin lieber.

Wieder rund eine Stunde im Bus ging für An- und Abreise drauf, gegen 22 Uhr gönnte ich mir dann einen Spaziergang durch das Zentrum von Kattowitz. Ein sehr netter Adventmarkt, aber rasend viel versäumt hätte ich nicht, wäre ich im Hotel geblieben. Wettertechnisch war es ohnehin sehr überschaubar, naßkalt mit Schneeflankerln und windig. Ähnlich am Matchtag, den ich zum Großteil im Hotel verbrachte und um 17 Uhr herum ging es schon ab ins schmucke Stadion, in dem normal ein Drittligist spielt! Über alles andere lege ich den Mantel des Schweigens, nach einer katastrophalen Vorstellung setzte es leider eine völlig verdiente 1:4- Niederlage und um Mitternacht waren wir schon wieder bitter enttäuscht in Wien. Wenige Stunden später folgte dann ein sehr unangenehmer Arbeitstag, stand doch die Freistellung des Trainerduos am Programm. Doppelt schade, aber es muss und wird weitergehen.

Hier noch ein paar Impressionen: